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Weite Zeit


Edith Flückiger
2.9. bis 1.10.2017

Lonely Sunday Walkers Club der Choreografin Lucie Tuma
Sonntag 24.9. 14-17 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Verkehrshaus 14 Uhr
4-5 km Spaziergang, wetterfeste Kleidung und Schuhe von Vorteil
Endstation: Benzeholz ca. 16 Uhr
anschliessend Picknick

Installation von Edith Flückiger im Haus für Kunst Uri
Edith Flückiger, Als sie die Augen aufschlägt..., 2016, Haus für Kunst Uri, Foto: F.X. Brun
Die Künstlerin Edith Flückiger (* 1960 in Wien, lebt in Luzern) kombiniert in ihren Werken Text, Bild und Ton. Poetische Texte fliessen über Bildschirme, als Projektion über Wandflächen oder spannen als Schrifttafeln Raum auf. Sie irritieren die auf Verstand ausgerichtete Sprache, rufen Bilder hervor und eröffnen Gedankenräume. Auch die projizierten Bilder wirken durch ihre Dimensionen oder die Tiefenschärfe räumlich. Unterstützt durch das Sounddesign von Beni Mosele werden sie geradezu körperlich wahrgenommen. Obwohl sich die Bilder an der äusseren Realität orientieren, entführen sie in innere Welten.
Für die Einzelausstellung im Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst hat Edith Flückiger über die drei Stockwerke des Fachwerkhauses eine mehrteilige Audio-Video-Installation entworfen. Die Landschafts-Projektion sich leicht bewegender Bäume und dem sich kräuselnden Wasser des ruhig daliegenden Weihers lässt die Besuchenden in eine andere Raum-Zeitlichkeit eintauchen. Durch die stehende Kameraeinstellung und das in sich bewegte Bild entsteht die Vorstellung von Unendlichkeit, in der zusammen mit dem Sound Seinszustände anklingen.
Erstmals setzt Edith Flückiger Text als gesprochene Sprache ein. Eine Frauenstimme berichtet nüchtern von ihrer Erfahrung allein zu sein, abgeschieden von der äusseren Welt, inmitten der Ruhe der Natur, von einer inneren Stimme und vom Sich Vergewissern ihrer eigenen Existenz. Nahaufnahmen von Blättern, von Glut, von vorbeiziehendem Wasser und Rauch, von Fenstern und verwitterten Holzbrettern einer Behausung geben wenig Blick frei. Obwohl die Bilder keine Handlungen von Menschen zeigen, erzählen sie von grundlegend menschlichen Stimmungen. Die geradezu abstrahierten Aufnahmen generieren Gefühlszustände von Vertrautheit, über Verlassenheit bis hin zum Ausgeliefertsein. Der Sound ausgehend vom Originalton der Natur und die Erzählung der Stimme greifen die Ambivalenzen auf und erzeugen eine Schwebe.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung, die Casimir Eigensatz Stiftung, die RKK und den FUKA Fonds.

Kunsthoch Luzern
 
Details zur Ausstellung EF_Benzeholz_Saalblatt_170830.pdf (73.0 kB)
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