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Ehrenbürger der Gemeinde Meggen


Am Samstag, 04. Juni 2011, wurde der letzte Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Der damalige Gemeindepräsident Andreas Heer überreichte dabei Bildhauer Rolf Brem die Ehrenbürgerurkunde der Gemeinde. Wir stellen nachfolgend alle Ehrenbürger von Meggen vor.

Rolf Brem
Rolf Brem, Bildhauer (Verleihung des Ehrenbürgerrechts 2011, Bild oben)
Rolf Brem (12. Februar 1926 bis 11. April 2014) entstammte einer Handwerkerfamilie und wuchs in Luzern auf. Nach sechs Gymnasialjahren besuchte er die Bildhauerklasse an der Kunstgewerbeschule Luzern. Von 1948–1957 arbeitete er mit Unterbrüchen, die er für Weiterbildung und Studienreisen nutzte, im Zürcher Atelier von Bildhauer Karl Geiser. 1951–1953 besuchte Rolf Brem die Académie de la Grand Chaumière in Paris. Anschliessend, 1954–1955, folgte ein Aufenthalt mit seiner jungen Frau Françoise am Istituto Svizzero in Rom.
Vom 26. Juni 1961 bis zu seinem Tod am 11. April 2014 hatte Rolf Brem seine Geschäftsniederlassung offiziell im grossen Atelier in der ehemaligen Orangerie der St. Charles-Hall in Meggen. 1972 richtete er sich in einem alten Gehöft in Morbio Superiore im Mendrisiotto ein weiteres Atelier ein, vor allem, um in der Nähe der grossen Bronzegiesserei von Mendrisio zu sein. Während Jahren durfte sich Rolf Brem zu den bekanntesten und prominentesten Bildhauern unseres Landes zählen. Eine grosse Meisterschaft erreichte er in seinen zahlreichen Porträts. 136 von ihnen führte Harald Szeemann an der Weltausstellung in Sevilla 1992 zu einer eindrucksvollen Installation zusammen.
Brems Werke im öffentlichen Raum befinden sich in der ganzen Schweiz. Besonders bekannt und beliebt ist der «Hirt mit Schafen» vor dem Luzerner Theater. Wichtige Anknüpfungspunkte bestehen aber auch zu Meggen, beispielsweise durch die Schenkung der «111 Zeitgenossen» (Porträts von Sevilla) anlässlich der Eröffnung des Gemeindehauses.
Mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts würdigte Meggen die herausragenden Leistungen von Bildhauer Rolf Brem sowie dessen Treue und Verbundenheit zur Gemeinde.


Anna Maria Chappuis-Koechlin, Donatorin des Alters- und Pflegeheims Sunneziel (1972)
Am 8. Mai 1972 wurde mit Annemarie Chappuis-Koechlin erstmals eine Frau zur Megger Ehrenbürgerin ernannt. Sie wurde am 10. November 1899 geboren und war Bürgerin von Basel, Rivaz und Puidoux. Ihr Mann, Francois Chappuis-Koechlin, erwarb 1946 das Gut Rippertschwand. Nach seinem Hinschied 1965 ging dieser Herrschaftssitz an seine Frau über. Die Familie Chappuis war in Meggen sehr geachtet und beliebt. Da Meggen dringend ein neues Altersheim brauchte, führten die Verhandlungen der Familie Chappuis mit den Gemeindebehörden von Meggen zur Gründung der Stiftung «Altersheim Sunneziel». Die Gemeinde kaufte das 20'000 Quadratmeter grosse Grundstück am Balmweg und trat es schenkungsweise an diese Stiftung ab. Frau Chappuis-Koechlin übernahm sämtliche Baukosten des grossen Altersheims, das 1974 eröffnet werden konnte. In Würdigung ihrer Verdienste für das «Sunneziel» verlieh die Gemeinde Meggen der grosszügigen Spenderin und Donatorin das Ehrenbürgerrecht. Annemarie Chappuis-Koechlin starb am 25. März 1975 und wurde im Englischen Friedhof in Meggen beigesetzt.


Jakob Heinrich Frey-Baumann, Industrieller und Besitzer des «Meggenhorn» (1955)
Am 16. Januar 1955 erhielt Jakob Heinrich Frey-Baumann (1874 bis 1961) die Ehrenbürgerschaft von Meggen. Er war Textilindustrieller und eine bedeutende Persönlichkeit in Handel und Wirtschaft. 1920 erwarb er das Schloss Meggenhorn von Madame Fould-Heine. Anfänglich wohnte er nur im Sommer auf Meggenhorn, ab 1937 hielt er sich ganzjährig darin auf. Zum Ehrenbürger ernannt wurde er wegen seiner grosszügigen Spenden für die Schule und sein Wohlwollen der Gemeinde gegenüber. Von seinen Töchtern konnte die Gemeinde 1974 den Herrschaftssitz Meggenhorn erwerben.


Ernst Zahn, Schriftsteller (1937)
Am 24. Januar 1937 wurde Ernst Zahn zum Ehrenbürger von Meggen ernannt. Geboren wurde er am 24. Januar 1867 in Zürich. Nach der Studienzeit bildete er sich im In- und Ausland im Hotelfach weiter. Mit 20 Jahren übersiedelte er nach Göschenen, wo sein Vater das neu errichtete Bahnhof-Restaurant führte. Schon als 20-Jähriger wurde er in den Gemeinderat der Urner Gemeinde gewählt, obwohl er Protestant war. Später war er Gemeindepräsident von Göschenen, Urner Landrat und Richter. Er schrieb viele Romane, vor allem mit Begebenheiten aus der Schweizer Bergwelt, und war jahrzehntelang ein viel gelesener und gefeierter Literat. Seine Romane erreichten teils Verkaufszahlen bis zu 500'000 Exemplaren. Ab 1920 wohnte er in seinem neu erbauten Haus «Stilles Ufer» in Meggen. Die Ehrenbürgerschaft erhielt er für seine literarischen Verdienste. Bereits 1909 wurde er zum Ehrendoktor (Dr. phil. h. c.) der Universität Genf ernannt. Eine Büste von Ernst Zahn steht auf dem Seeacherplatz.


Rudolf Schuler, Industrieller (1924)
Im März 1924 wurde Dr. Rudolf Schuler zum Ehrenbürger ernannt. Er war Industrieller, stammte aus Glarus und wohnte in der Villa «Schuler» auf der Liegenschaft Klein-Naumatt am See. Er unterstützte stets gemeinnützige Werke der Gemeinde und förderte Kunst und Wissenschaft. «Wir bekennen offenen Herzens, dass es die Gemeinde Meggen nur unter Mitwirkung und Empfehlung des Herrn Dr. Rudolf Schuler wagen durfte, die für unser kleines Gemeinwesen seit Beginn dieses Jahrhunderts erfolgten grossen Werke durchzuführen, was die Gemeinde Meggen zu unauslöschlichem Dank verpflichtet», steht als Würdigung in einem Bildband, welches die Gemeinde Rudolf Schuler zum 80. Geburtstag schenkte.


Ignaz Röthelin, Pfarrer und Dichter (1893)
Am 24. September 1893 wurde Pfarrer Ignaz Röthelin (1820 bis 1907) Ehrenbürger von Meggen. Er war Bürger von Beromünster und entstammte einer grossen und angesehenen Töpferfamilie. Er studierte in Luzern und war nach seiner Primiz drei Jahre Vikar in Büron. Dann wurde er als Rektor und Religionslehrer an die Stadtschulen von Luzern berufen. 1855 kam er als Pfarrer nach Meggen, wo er als Seelsorger 52 Jahre lang sehr segensreich wirkte. Wegen seiner Volksnähe und Menschlichkeit war er in Meggen ausserordentlich beliebt. Pfarrer Röthelin schrieb auch viele Mundartgedichte. Sie erschienen 1882 und 1894 unter dem Titel «Schweizer Berg und Tal».


Oberst Rudolf Merian-Iselin; Eduard Hofer-Grosjena; Johann Jakob Ziegler (1869)
Am 5. Juni 1869 wurden Oberst Rudolf Merian-Iselin, Altstad, Edouard Hofer-Grosjean, Meggenhorn und Johann Jakob Ziegler, Neu-Habsburg, zu Ehrenbürgern ernannt. Oberst Rudolf Merian-Iselin, Bürger von Basel, erhielt für sich, seine Frau und die Nachkommen das Ehrenbürgerrecht von Meggen. Er war Besitzer der Altstad, die er 1856 von der Familie Mayr von Baldegg erwarb. Er leistete grössere Beiträge an den Strassenbau der Gemeinde, schenkte Altargemälde und unterstützte Vereine und Private. 1867 hatte er die heutige Villa Altstad erbauen lassen.
Edouard Hofer-Grosjean war Textil-Industrieller von Mülhausen. Von Schultheiss Josef Schumacher-Uttenberg erwarb er das Gut Meggenhorn, baute den Herrschaftssitz zwischen 1868 und 1870 zum heutigen Schloss um und liess die Erschliessungsstrasse von der neu erstellten Hauptstrasse durch den Schattenrain nach Meggenhorn bauen. Hofer leistete namhafte Beiträge an den Strassenbau der Gemeinde, machte Vergabungen an das Waisenamt und war grosszügiger Spender an Vereine und bei öffentlichen Veranstaltungen.
Johann Jakob Ziegler von Gebweiler im Oberelsass war Erbauer von Schloss Neu-Habsburg (1869 bis 1871). Obwohl er sich bis zur Ernennung zum Ehrenbürger noch nicht durch spezielle Leistungen ausgezeichnet hatte, wurde er wegen seiner Loyalität gerühmt.
 
 
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