Handlungsfelder Luzernerstrasse und Mühleweiher – der aktuelle Stand

Die Masterplanung Meggen Zentrum wurde im Frühjahr 2017 vom Gemeinderat beschlossen und den Megger Bürgerinnen und Bürgern im Sommer 2017 anlässlich einer Orientierungsversammlung vorgestellt. Die Umsetzung des Masterplans erfolgt losgelöst von der Ortsplanungsrevision.

Ein Masterplan ist eine Vision für unsere Gemeinde, welche Chancen identifiziert und langfristige Ziele definiert. Er ist ein Planungsinstrument, das dem Gemeinderat hilft, Meggen langfristig und sorgfältig zu entwickeln. Es geht dabei um die Identität unserer Gemeinde und den sorgsamen Umgang mit dem Bauland.

Keine Einzonungen mehr, sorgsamer Umgang mit Bauland
Das revidierte Raumplanungsgesetz und der kantonale Richtplan lassen für Meggen zurzeit keine Einzonungen mehr zu und geben der Gemeinde zusätzlich den Auftrag, mit dem bestehenden Bauland sorgsamer umzugehen, beziehungsweise dieses besser zu nutzen.

Die Planung im Zentrum aktiv lenken
Der Gemeinderat verfolgt beim Masterplan Meggen Zentrum das Ziel, die Planung im erweiterten Zentrum der Gemeinde aktiv zu lenken. Dabei wurden sieben Gebiete nach einheitlichen Kriterien als Handlungsfelder ausgeschieden. In diesen Gebieten können heute zwar schon vier Geschosse mit zusätzlichem Attika gebaut werden, aber es ist schwierig und wenig sinnvoll, für jede Parzelle die Zufahrt zur Liegenschaft, Parkierungen, Entsorgungsplätze etc. isoliert zu lösen.
Mit der Masterplanung werden die Grundeigentümer motiviert, zusammenzuarbeiten und alle Fragen gemeinsam anzugehen. Mit dem Instrument des Bebauungsplans wird den Grundeigentümern ermöglicht, von den Vorgaben abzuweichen und eine innere Verdichtung zu erreichen. So können trotz der intensiveren Nutzung des Baulandes zusätziche Frei- und Grünräume geschaffen werden. Weiter fallen bei der Realisierung von Bebauungsplänen Mehrwertabgaben an, welche auch zur Realisierung von Nutzungen für die Öffentlichkeit eingesetzt werden können.

Neue Planungskultur: Vom Verwalter zum Gestalter
Der Gemeinderat nimmt damit seine strategische und operative Verantwortung für die Entwicklung der Gemeinde im erweiterten Zentrum wahr und strebt zusammen mit den betroffenen Grundeigentümern eine neue Planungskultur «vom Verwalter zum Gestalter» an. Von den sieben Handlungsfeldern sind deren zwei bereits in der Planung. Sie können sich im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zu diesen eingeben.

Weiteres Vorgehen
In der Zwischenzeit wurden zu den beiden Handlungsfeldern die Richtprojekte präzisiert und die Bebauungspläne ausgearbeitet. Das heisst, bei beiden Projekten wurden die Plan- und Bauvorgaben unter Berücksichtigung des aktuellen und künftigen Bau- und Zonenreglements ausgearbeitet.

Urnenabstimmung im Frühling 2023
Es ist vorgesehen, über die beiden Bebauungspläne Luzernerstrasse und Mühleweiher im Frühling 2023 an der Urne abzustimmen.

Handlungsfeld Luzernerstrasse
Das Handlungsfeld Luzernerstrasse erstreckt sich von den Tagesstrukturen monamie an der Luzernerstrasse 14 bis zum Parkplatz Rüeggiswil und ist zwischen den Sportanlagen und der Kantonsstrasse eingebettet. Es ist geplant, angrenzend zum monamie die familienergänzenden Tagesstrukturen zu erweitern und der grossen Nachfrage anzupassen. Ebenfalls wird geprüft, die Bibliothek an diesem Ort zu integrieren. Die restlichen Bauten bleiben dem Gewerbe und Wohnen analog des heutigen Zonenreglements vorbehalten. Für die Planung wurden im Jahr 2020 aus vielen Bewerbungen neun Architekturbüros ausgewählt. Anhand von Projektvorgaben erarbeiteten diese im Rahmen eines Wettbewerbes anonym ihre Projekte. Eine Fach- und Sachjury wählte einstimmig das beste Projekt aus. Dabei wurde neben der Nutzung und der Architektur auch auf die Umgebungsgestaltung grosses Gewicht gelegt. Der Einbezug eines Landschaftsarchitekturbüros war eine wichtige Wettbewerbsvorgabe. Über die Resultate wurde an einer öffentlichen Ausstellung Ende 2020 detailliert informiert. Es sind zwei Grundeigentümer und die Gemeinde beteiligt.

Handlungsfeld Mühleweiher
Dieses Gebiet umfasst den Perimeter zwischen Volg und Sonnegg, von der Kantonsstrasse bis zur Bahnlinie inklusive Mühleweiher. Beim Mühleweihergebiet besteht die Chance, aufgrund der Geschichte des Areals und der Nähe des Quartiers zum Gemeindezentrum einen neuen, attraktiven Begegnungsort für Meggen zu schaffen. Kulturelles und gewerbliches Arbeiten soll ebenso möglich sein wie ein anregendes Zusammensein aller Bevölkerungsschichten im Umfeld des idyllischen Mühlweihers. Im Rahmen einer Testplanung wurde erkoren, welches Projekt weiterbearbeitet werden soll. Es sind fünf Grundeigentümer und die Gemeinde beteiligt.



Datum der Neuigkeit 9. Juli 2022
  zur Übersicht

Gedruckt am 06.12.2022 17:19:18