14. Oktober 2026
Das Hallenbad mit Turnhalle und Aussensportgarderoben in der Schulanlage Hofmatt stammt aus dem Jahr 1973 und ist in die Jahre gekommen. Basierend auf einer umfassenden Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat entschieden, einen Ersatzneubau zu planen. Dabei ist der Ersatz der heutigen Nutzungen mit Schwimmbad, Einfachturnhalle und Aussensportgarderoben vorgesehen. Für das Schwimmbad ist neu ein 25-Meter-Becken mit vier Schwimmbahnen geplant mit doppelter Garderobenkapazität für eine optimale und effiziente Nutzung. Dieses soll in erster Linie dem Schwimmunterricht dienen und einen Beitrag leisten gegen die knappe Wasserfläche in der Region für die schulische Nutzung. Ausserhalb der Unterrichtszeiten soll es der Bevölkerung und Vereinen ein attraktives Schwimmangebot bieten.
Einstimmiger Entscheid für «Wassermusik»
Für den öffentlich ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hatten sich 72 Architekturbüros beworben. In der Präqualifikation wählte die Jury acht Büros aus, die anschliessend anonym ihre Projekte einreichten. Die Jury kürte das Projekt mit dem Namen «Wassermusik» einstimmig zum Siegerprojekt. Dahinter steht das Planungsteam mit Schmid Schärer Architekten ETH SIA aus Zürich, August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG aus Binningen und SEFORB s.à.r.l. aus Uster.
Das sorgfältig ausgearbeitete Projekt fügt sich in seiner Grösse und Anordnung gut in die bestehende Schulanlage ein. Das Preisgericht würdigt insbesondere die präzise Platzierung des Gebäudes, die gut funktionierenden Grundrisse und den angemessenen Einsatz der Mittel. Die verschiedenen Nutzungen sind räumlich klar zugeordnet und die Zugänge übersichtlich gestaltet.
Holzbau, Solarenergie und begrünte Freiräume
Bei Energie und Nachhaltigkeit erhielt «Wassermusik» die beste Beurteilung aller eingereichten Projekte. Die Tragstruktur oberhalb des Terrains ist mit Ausnahme der Fluchttreppenhäuser in Holz vorgesehen. Das Untergeschoss wird so in die bestehende Baugrube eingepasst, dass nur wenig zusätzlicher Aushub nötig ist. Dach und Fassaden sollen weitgehend mit Photovoltaikelementen ausgestattet werden.
Auch die Umgebung wird aufgewertet: Das Projekt reduziert die versiegelten Flächen und ergänzt im Süden schattenspendende Bäume. Damit leistet es einen Beitrag zur Hitzeminderung, fördert die Biodiversität und unterstützt einen sorgfältigen Umgang mit Regenwasser. Gleichzeitig eröffnet sich aus der Badehalle ein Blick ins Grüne. Die Freiräume der Schul- und Sportanlage werden miteinander und mit den neuen Überbauungen an der Luzernerstrasse verbunden.
Abstimmung über den Baukredit voraussichtlich Ende 2028
Im nächsten Schritt soll der Wettbewerbsentwurf überarbeitet und zu einem Vorprojekt weiterentwickelt werden. Nach heutiger Planung kann die Megger Stimmbevölkerung Ende 2028 über den Baukredit entscheiden.
Öffentliche Ausstellung im Dezember
Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden vom 10. bis 16. Dezember 2026 im Gemeindehaus Meggen öffentlich ausgestellt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Modelle und Pläne zu besichtigen. Die Vernissage findet am 10. Dezember um 17.00 Uhr statt.