Japankäfer

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein Schadinsekt mit Meldepflicht. Der invasive Schädling ist im Kanton Luzern auf dem Vormarsch: Neu wurde eine Population im Raum Luzern Allmend, Kriens und Horw festgestellt. Die Region wurde als Befallsherd mit umliegender Pufferzone ausgeschieden. Mit umfassenden Massnahmen versucht der Kanton mit den betroffenen Gemeinden, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Meggen liegt aktuell in der Pufferzone.

Der Japankäfer ist eine eingeschleppte Art mit grossem Schadenpotenzial. Er frisst rund 400 Pflanzenarten und beeinträchtigt so Landwirtschaft, Gartenbau und Umwelt massiv. Deswegen besteht in der Schweiz eine Meldepflicht. Das bedeutet, dass jeder Fund gemeldet werden muss. Die Meldung und Koordination zum Umgang mit dem Japankäfer liegt beim kantonalen Pflanzenschutzdienst.

Der Japankäfer (Popillia japonica) stammt ursprünglich aus Asien und gilt in der Schweiz als prioritärer Quarantäneorganismus. Da er ein breites Spektrum von Wirtspflanzen aus diversen Pflanzenfamilien hat, kann er zahlreiche Pflanzenarten befallen und schädigen. Die ausgewachsenen Käfer fressen unter anderem an Blättern, Blüten und Früchten beispielsweise von Reben, Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais und anderen Nutzpflanzen. Typisch ist der sogenannte Skelettfrass, bei dem nur die Blattadern stehenbleiben.

Die Larven hingegen leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, wodurch sie insbesondere Wiesen und Rasenflächen stark schädigen können. Besonders betroffen sind Fussballplätze und Rasenflächen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft schätzt den potenziellen Schaden in der Schweizer Landwirtschaft auf mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr. Hat sich der Japankäfer einmal etabliert, ist seine Bekämpfung äusserst schwierig. Ziel der angeordneten Massnahmen ist es deshalb, eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern.

Japankäfer erkennen und melden


Der Japankäfer ist etwa so gross wie ein Fünfrappenstück. Er besitzt kupferfarbene Flügeldecken, sowie einen metallisch grün schimmernden Kopf. Er ähnelt einheimischen Käferarten wie dem Junikäfer und dem Gartenlaufkäfer. Typisch sind beim Japankäfer die weissen Haarbüschel am Hinterleib: seitlich je fünf, hinten zwei.

Bei Gefahr nimmt er eine Abwehrhaltung ein, bei der er ein Beinpaar seitlich ausstreckt. Die Flugzeit dauert in der Regel von Juni bis September.

Verdächtige Käfer bitte einfangen, einfrieren und zusammen mit einem Foto, dem genauen Fundort sowie, wenn möglich, dem Namen der Wirtspflanze melden. Die Meldung kann via Online-Formular oder per E-Mail an den kantonalen Pflanzenschutzdienst (pflanzenschutz.bbzn@sluz.ch) erfolgen.

Japankäfer | Kanton Basel-Stadt

Auf der Webseite des kantonalen Pflanzenschutzdienstes: Japankäfer - Kanton Luzern und der Umweltberatung Luzern sind alle notwendigen Informationen verfügbar.